So nah und doch so fern! Was junge Menschen heute beschäftigt!

So nah und doch so fern! Was junge Menschen heute beschäftigt!
09 Okt 2014

Über 100 Ausbilder, Lehrer und Kammervertreter kamen diese Woche zur Jahrestagung der Bäckerinnung Baden Württemberg in Denkendorf bei Esslingen a.N. zusammen. Es fand ein reger Austausch über die derzeitige Situation am Ausbildungsmarkt statt und es wurde viel über die Generation Z, die ab 1995 geborenen, gesprochen und diskutiert.

Im Vortrag von Josef Buschbacher ging es darum, ein gewisses Verständnis für die Verhaltensweisen und Wertvorstellungen der Generation Z zu entwickeln und die Beweggründe für deren Einstellung kennen zu lernen. Zunächst überprüften die Teilnehmer im Selbsttest, wie nah sie an der Zielgruppe Azubis bzw. junge Menschen sind und welches Wissen wir über diese Personen haben. Von den über 100 Teilnehmern behaupteten ca. 5 Teilnehmer, dass Sie sehr nah an der Zielgruppe sind. Der Großteil der Teilnehmer fühlt sich eher fern – ist aber dafür umso neugieriger, was die Diskussion im Anschluss auch zeigte.

An was erkennt man die Generation Z

Die Abfrage im Publikum zum Thema „Woran erkennen Sie, dass eine andere Generation am „Start“ ist?“ brachte einige Erkenntnisse ans Licht wie z.B. folgende:

– hohe Einsatzbereitschaft im Beruf

– Spaß am Beruf, auch wenn man früh aufstehen muss

– fehlende Konzentrationsfähigkeit

– frech und aufmüpfig

– gute Selbstorganisation

– kein Anstand und keine Disziplin

– Alles muss ausdiskutiert werden.

– hohe Einsatzbereitschaft

Hier noch eine Erklärung von Wikipedia zur Generation Z

 

Schön fanden alle Teilnehmer, dass es nicht nur negativ besetzte Begriffe waren- sondern durchaus auch viele positive Dinge, die über die Generation Z gesagt wurde.

Eintauchen in die Lebenswelt

Eintauchen in die Lebenswelt der Generation Z stand als nächstes auf der Tagesordnung und die Gesichter wurden immer länger. Spätestens jetzt wurde den Teilnehmern klar, dass wir meist meilenweit von der Lebenswelt der jungen Menschen entfernt sind und deren Sorgen, Probleme, Verhaltensweisen aber auch Informationsverhalten und Lernmöglichkeiten gar nicht kennen.

Über was spricht die Jugend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit der Teilnehmer: Wahrscheinlich hätten wir uns früher auch so verhalten, wenn wir die gleichen technischen Möglichkeiten gehabt hätten wie die jungen Menschen sie heute haben. Ebenso war wieder aus dem Plenum zu hören, dass die jungen Menschen deshalb nicht schlechter oder besser sind, sondern einfach anders und wir uns als Ausbilder darauf einlassen müssen- ohne zu verurteilen oder abzustempeln.

 

Im weiteren Verlauf ging es um das Lernverhalten bei Jugendlichen und es wurden verschiedene Möglichkeiten wie MOOCs, Mobile Learning, Learning Apps aber auch Themen wie informelles und formelles Lernen angesprochen. Bei der folgenden Diskussion entstanden zwei Lager. Die einen, die neue Möglichkeiten des Lernens und Lehrens für gut befanden und sie ausprobieren wollen und das andere Lager, das vehement gegen neue Methoden war weil die „Bewährten“ ja doch gut funktionierten.

Smadias Benchmark Ausbildung

Was Ausbildungsunternehmen derzeit beschäftigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt war die Veranstaltung ein sehr gelungener Austausch und eine hervorragende Möglichkeit einen Einblick in die Lebenswelt der Generation Z zu erhalten. Josef Buschbacher gab den Teilnehmern noch 4 Fragen mit auf den Weg in die Pause, die sogleich auch heftig von den Teilnehmern besprochen wurden:

 

Wie kann es uns gelingen, unsere Werte und Ideale an eine nachfolgende Generation weiter zu geben?

Was müssten wir als Unternehmen bieten, wenn die Generation Z, unsere Mitarbeiter von morgen sind?

Wodurch zeichnet sich unsere Ausbildung heute im Vergleich zur Ausbildung in den nächsten Jahren aus?

Welche Anforderungen stellt die Generation Z aus Kundensicht an unser Unternehmen und unsere Produkte?

 

Den teilnehmenden Ausbildern auf diesem Weg nochmals einen herzlichen Dank für die lebhafte und gute Diskussion – genau das bringt uns weiter!

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