Einmal Ausbilder immer Ausbilder ?

Einmal Ausbilder immer Ausbilder ?
18 Mrz 2013

Einmal Ausbilder - Immer Ausbilder

Die Ausbildung junger Menschen ist eine verantwortungsvolle und immer wieder interessante Herausforderung. Die Arbeit der Ausbilder hat einen hohen Wert, stellt sie doch das Fachpersonal von morgen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Menschen  die sich entschlossen haben Ausbilder/Ausbilderin zu werden müssen eine der folgenden Voraussetzungen mitbringen:

  • in einem Ausbildungsberuf der entsprechenden Fachrichtung die Abschlussprüfung bestanden haben,
  • eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte absolviert haben und in dem Beruf auch eine Zeit lang tätig gewesen sein,
  • eine Abschussprüfung an einer deutschen Hochschule, einer anerkannten deutschen Ingenieurschule oder einer höheren Wirtschaftsschule bestanden haben und eine gewisse Zeit in dem entsprechenden Beruf gearbeitet haben.

Seit dem 1.9.2009 gelten bundeseinheitliche Verordnungen für die Ausbildung von Ausbildern in Industrie, Verwaltung und Pflege.

Um als Ausbilder tätig zu sein ist die Prüfung nach AEVO (Ausbildereignungsverordnung) vor der IHK oder Handelskammer notwendig. Die bestandene Ausbildungseignungsprüfung gilt dann als Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung und wird außerdem als 4.Teil der Meisterprüfung anerkannt.

Ausbilder die schon vor dem 1.8.2009 ausgebildet haben sind von diesem Nachweis befreit.

Als Vorbereitung für die Ausbildungseignungsprüfung bieten die IHK und viele Bildungsinstitute Kurse an, die als Ausbildung der Ausbilder oder AdA-Schein benannt werden. Die Kurse können berufsbegleitend oder in Vollzeit belegt werden, je nach Anbieter. In manchen Bundesländern wird dafür auch Bildungsurlaub gewährt.

Neben dem fachlichen Wissen sollte jeder Ausbilder/jede Ausbilderin Spaß an der Arbeit mit jungen Menschen haben. Für eine erfolgreiche Ausbildung ist es erforderlich , dass die Ausbilder auch über Jahre hinweg echtes Interesse an der Lebens-und Gefühlswelt der jungen Menschen haben. Dazu sind eine hohe emotionale Intelligenz und eine gewisse Frustrationstoleranz des Ausbilders wünschenswert. (Manche der Bildungsinstitut, die auf die Ausbildereignungsprüfung vorbereiten, legen besonderen Wert auf eine pädagogische Wissensvermittlung.)

Seit dem 1.9.2009 gibt es eine durchgehende Karriereleiter für Ausbilder. Die berufliche Weiterbildung der Ausbilder beginnt mit der Ausbildung zum geprüften/r  Aus- und Weiterbildungspädagogen/in. Darauf aufbauend in einer weiteren Fortbildung kann der Titel eines Geprüften/er Berufspädagogen/in erworben werden. Wer möchte kann danach noch definierte Bachelor-Studiengänge belegen.

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