Den sitzen wir auch noch aus…

Den sitzen wir auch noch aus…
28 Dez 2015

Es gibt verschiedene Typen von Ausbildungsleitern und in unseren Projekten lernen wir diese Chefs und meist auch die Ausbilder sehr gut kennen. Interessant sind die Unterschiede, die wir feststellen und ebenso die Wahrnehmung der Ausbildungsleiter von ihren Ausbildern und die Wahrnehmung von den Ausbildern von ihren Ausbildungsleitern.

Der innovative Tausendsassa
Drei Typen von Ausbildungsleitern begegneten uns die letzten Jahre häufiger. Da gibt es zum einen die sehr innovativen Ausbildungsleiter, die sehr viele Projekte verfolgen, ständig neue Projekte anschieben und versuchen, neue Ideen in die Ausbildung zu transportieren. Sie versuchen immer einen Schritt weiter zu sein als andere Ausbildungsunternehmen und fordern von ihren Ausbildern ständige Veränderungen ein. Gelegentlich verlieren diese Ausbildungsleiter den Überblick über all die Themen, die sie auf dem „Schirm“ haben. Dies hat zur Folge, dass manche Projekte nicht vollständig oder z.T. auch gar nicht bearbeitet werden. Die Ausbilder haben sich daran gewöhnt, dass sie mit Aufgaben und Veränderungsprojekten zugeschüttet werden – sie haben aber auch gelernt, dass man manche Ideen der Ausbildungsleitung einfach aussitzen kann – Konsequenzen gibt es nicht und das nächste Projekte steht auch schon vor der Tür.

Der Zurückhaltende und Zufriedene
Die andere „Sorte“ der Ausbildungsleiter verfolgt scheinbar ein anderes Ziel. Sie weiß, dass die Ausbildung „rund“ läuft und damit hat sie ihr „Soll“ erreicht. Man kann sich auf die Ausbilder und die Ausbildungsbeauftragten verlassen und nur in kritischen Fällen wird eine konkrete Handlung durch die Ausbildungsleitung notwendig. Wenn man alle Auszubildenden und Studenten durch die Prüfung bringt und während dessen noch eine IHK-Belobigung heraus springt, sind sie zufrieden. Die hauptamtlichen Ausbilder haben in ihren Ausbildungsleitern oftmals ein Vorbild gefunden und passen sich entsprechend an. Auf Veränderungsdruck wird nur zögernd reagiert und man verhält sich eher passiv, statt bestimmte Themen voran zu treiben. Manche hauptamtlichen Ausbilder sind mit diesen Ausbildungsleitern dennoch äußerst unzufrieden. Sie haben das Gefühl, dass nichts voran geht, dass man maßgebliche Veränderungen verpasst und man mit guten Ideen ausgebremst und nicht unterstützt wird.

Die strategischen Denker
Diese Ausbildungsleiter verstehen sich als strategische Partner der Personalleitung bzw. des Unternehmens und halten sich aus dem operativen Tagesgeschäft meist heraus. Sie vertrauen ihren hauptamtlichen Ausbildern voll und ganz und versuchen durch kluges Überzeugen die Kollegen auf maßgebliche und wichtige Veränderungen einzustimmen. Sie haben oftmals den Überblick über die Trendthemen, sind meist gut informiert und verfügen über ein großes interdisziplinäres Netzwerk, welches sie aktiv nutzen. Die hauptamtlichen Ausbilder schätzen die großen Freiheiten, die sie von ihren Ausbildungsleitern erhalten, wissen aber auch, dass sie selbst neue Ideen umsetzen müssen und auch sehr viele Jobs der Ausbildungsleiter übernehmen müssen. Ebenso wird die fehlende Nähe der Ausbildungsleiter zur eigentlichen Ausbildung und zur Ausbildungsarbeit mit den Auszubildenden bemängelt. Diese Ausbildungsleiter sind in manchen Unternehmen unnahbar und weit von der Basisarbeit entfernt. Sie haben oftmals auch keine Erfahrung im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich, da sie meist Betriebswirte sind und aufgrund dessen die Problem und täglichen Herausforderungen der hautamtlichen Ausbilder nicht verstehen können.

Welche Aufgabe hat die Ausbildungsleitung?
Die Aufgaben der Ausbildungsleitung sind sehr vielseitig und anspruchsvoll. Je nachdem, welchen Stellenwert die Ausbildung in den Unternehmen einnimmt, steht die Ausbildungsleitung in einem enormen Spannungsfeld. Auf der einen Seite hat man die Kunden: „Schüler, Eltern, Lehrer“ – auf der anderen Seite die Kunden: „Führungskräfte, Personalleitung, Geschäftsleitung“ mit all ihren Wünschen und Anforderungen zu berücksichtigen. Noch dazu müssen die eigenen Ausbilder über Jahre hinweg motiviert werden und auch dafür sorgen, dass diese beschäftigungsfähig bleiben. Jede/r Ausbildungsleiter/-in muss zudem dafür sorgen, dass die eigene Ausbildung zukunftsfähig bleibt und man sich nicht in netten, aber belanglosen Themen verliert. In den letzten Jahren konnten wir einige Ausbildungsleiter auf dem Weg zur Strategie begleitet und haben mitgeholfen, die Ausbildung als strategischen Partner im Unternehmen zu verankern.

Fragen zu Ihrer Ausbildung?
Wann haben Sie sich das letzte Mal Gedanken zu Ihrer Ausbildung gemacht? Haben Sie z.B. Antworten auf folgende Fragen?

– Kennen Sie die Ziele des Unternehmens hinsichtlich Produkte, Dienstleistungen und zukünftigen Märkten?
– Verfügen Sie über ein aussagekräftiges Ausbildungscontrolling zur Steuerung der Ausbildung?
– Welche technologischen Veränderungen, die in Ihrem Unternehmen Einzug halten, haben mittelbare und unmittelbare Folgen für die von Ihnen angebotenen Berufe und Studiengänge?
– Wie bereiten Sie Ihre Ausbilder auf die kommende Digitalisierung vor?
– Über welche Qualifikationen müssen Ihre Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte, aber auch die Auszubildenden selbst in Zukunft verfügen?
– Haben Sie gute und branchenübergreifende Ansprechpartner, damit Sie sich selbst als Ausbildungsleiter weiterentwickeln können?

Gern steht Ihnen das Team von Smadias – Deutsche Ausbilderakademie mit Rat und Tat zur Seite . Ob in der realen Welt in Form von Strategieworkshops, Coachings und Seminaren oder virtuell via kurze Skype-Treffen oder von inspirierenden Treffen in unserem virtuellen Klassenraum, welchen wir gern für Sie bereitstellen.

 

 

 

Ausbildung 4.0 - Digitalisierung der Ausbildung

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