Bindung von zukünftigen Auszubildenden

Bindung von zukünftigen Auszubildenden
12 Jan 2014

Bindung von zukünftigen AuszubildendenAusbildungsunternehmen leiden zunehmend unter der Absage bereits unterzeichneter Ausbildungsverträge durch die Jugendlichen.

Für das Unternehmen bedeutet diese Absage den Verlust von Zeit und Geld, welches für die Auswahl des Auszubildenden, die geführten Gespräche und ähnliches mehr, aufgebracht wurde. Gelingt es dem Unternehmen die Stelle neu zu besetzen, sind die zukünftigen Auszubildenden oft weniger qualifiziert.

Die Zahl der Ausbildungsstellen, die durch die Absage nach Vertragsabschluss nicht besetzt werden können, wird auf mehrere Zehntausend im Jahr geschätzt. Zukünftige Fachkräfte, die das Unternehmen selbst braucht, stehen nicht mehr zur Verfügung.

Verständlicherweise möchten Unternehmen das verhindern. Dies kann gelingen, wenn das Unternehmen in der langen Zwischenzeit von der Vertragsunterzeichnung bis zum Ausbildungsbeginn den Kontakt zu den künftigen Auszubildenden hält und ihn so stärker an das Unternehmen bindet. Einige Beispiele zur Erhöhung der Bindung sind im Folgenden aufgeführt.    

Möglichkeiten zukünftige Auszubildende zu binden:

  • Ein hoher Bekanntheitsgrad des Unternehmens und seiner Ausbildungsmöglichkeiten bei Schülern, Lehrern und Eltern ist sehr hilfreich. Dies wird durch einen kontinuierlichen Kontakt zu den entsprechenden Schulen erreicht. Unternehmen können langjährige Kooperationspartner der Schulen für die Unterrichtseinheit  Berufsfindung sein, z.B. durch das Angebot von Praktikumsplätzen und Vorträgen zu den Ausbildungsberufen. Bei solchen Gelegenheiten kann auch der Kontakt zu den Schülern aufgenommen werden die schon einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben.  
  • Die zukünftigen Auszubildenden können bereits in betriebliche Abläufe mit einbezogen werden, z. B. in dem sie geeignete Informationen, die an die Mitarbeiter ausgegeben werden, auch erhalten. Oder in dem sie auch zu geplanten Betriebsveranstaltungen eingeladen werden.
  • Das Unternehmen kann Informationsveranstaltungen anbieten, evt. auch für Eltern. Themen könnten sein: berufliche Weiterbildung, berufliche Chancen und Karrieremöglichkeiten oder auch eine Betriebsführung. Auch zwanglose Veranstaltungen, z.B. eine Treffen der zukünftigen Auszubildenden zum gegenseitigen Kennenlernen oder gemeinsame Freizeitaktivitäten sind denkbar.
  • Falls Schüler mit Schwächen, z.B. in der deutschen Sprache, eingestellt wurden, können in der Zwischenzeit entsprechende Kurse angeboten werden.

Für die Jugendlichen ist eine Zwischenzeit von bis zu 12 Monaten sehr lang. Es ist eine Zeit in der sie sich weiterentwickeln und es ist eine Zeit in der sie weitere Informationen aus der Fülle beruflicher Möglichkeiten erhalten. So kann es für die Jugendlichen persönlich besser sein, eine andere Entscheidung für ihren beruflichen Werdegang  zutreffen.

Aber auch strukturelle Gründe können zu einer Absage führen. So sind z.B. die Anmeldezeiten für berufliche Fachschulen oft zu einem späteren Zeitpunkt als der übliche Bewerbungszeitraum für einen Ausbildungsplatz. Wenn der Jugendliche gerne zur beruflichen Fachschule gehen möchte, aber nicht sicher ist, ob er einen Platz bekommt, muss er einen Ausbildungsplatz haben, um gegebenenfalls nicht mit leeren Händen da zustehen.

Für die Zukunft ist es wünschenswert mehr über die Gründe der Absagen zu erfahren, um besser gegensteuern zu können.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare

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